Minimalismus – Alles auf Anfang

Oder: Wem ist eigentlich aufgefallen, dass ich noch nie über das zweite Wort im Untertitel gebloggt habe?

In letzter Zeit bin ich zwei mal umgezogen.  Wie es sich dabei nicht vermeiden lässt, hat man viele Dinge zu schleppen und beim Auspacken merkt man, dass man die Hälfte der Dinge seit dem letzten Umzug gar nicht gebraucht hat. Ich starte jetzt mit einer Reihe, in der ich beschreibe, wie ich die Anzahl von Dingen in meinem Leben reduziere.

Was ist Minimalismus für mich?

Minimalismus ist in aller Munde. Es gibt alle möglichen Reportagen, Berichte, Blogs und ich werde tunlichst vermeiden, nochmal das Gleiche zu schreiben. Ich werde außerdem kein Selbstexperiment starten und sehen, wie viel ich los werden kann – mir geht es um meinen Gedanken hinter Minimalismus: Stress zu Reduzieren.

Für mich ist diese Lebensweise kein Selbstzweck und ich unterscheide mich wesentlich von der Art, wie andere Minimalist*innen leben. Das ist auch der Grund, warum ich mich selbst noch nie als Minimalisten bezeichnet habe – es werden dann Erwartungen geweckt, die ich vielleicht gar nicht erfülle oder erfüllen will. Ich habe für den minimalistischen Maßstab noch ziemlich viele Dinge.

Was will ich erreichen?

Jeder Gegenstand, den ich besitze, befindet sich in meiner Verantwortung. Meistens ist einem das gar nicht klar – aber spätestens mit einem Umzug merkt man, wie „schwer“ diese Verantwortung sein kann. Aber nicht nur das: Jedes Ding, das ich besitze, bedarf von Zeit zu Zeit meiner Aufmerksamkeit:

  • Lebensmittel, die nur rumstehen, nehmen Platz weg und wollen weiterverteilt werden, bevor sie in die Binsen gehen
  • Bücher, die Ungelesen im Regal stehen, machen bei jedem ansehen ein schlechtes Gewissen
  • Deko-Kram staubt ein und muss von Zeit zu Zeit geputzt werden. Eigentlich staubt sogar alles ein…

Jedes Möbelstück, das ich besitze, nimmt mir ein wenig Bewegungsfreiheit. Und jedes Ding, das ich besitze nimmt mir etwas Freiheit, mir keine Gedanken darüber machen zu müssen.

Natürlich ist es nicht mein Ziel, asketisch zu leben wie der griechische Philosoph Diogenes:

„Geh mir nur ein wenig aus der Sonne.“ – Diogenes

Aber das richtige Maß davon, welche Dinge Freiheit schaffen und Stress reduzieren und welche das Gegenteil bewirken, ist in unserer konsumorientierten Gesellschaft schon längst verloren gegangen.

Was andere sagen

Wer anfangen will, Dinge in seinem Leben zu reduzieren, dem sei diese kurze und knackige Liste von fuereinebesserewelt.info ans Herz gelegt. Jenny Mustard hat außerdem ein ganz hübsches Video gemacht, in dem sie die Grundkonzepte erklärt:

Wie gehts weiter?

Ich werde die Augen offen halten und immer, wenn ich merke, dass mich etwas Materielles unglücklich macht, darüber schreiben. Ich hab schon ein paar Ideen dafür, aber alles zu seiner/ihrer Zeit 🙂

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